Lasertherapie in der Tiermedizin

Die Lasertechnik wird seit langem in der Humanmedizin angewendet. In der Tiermedizin ist die Anwendung noch relativ neu, aber dank ihrer vielfältigen Einsatzgebiete weiter auf dem Vormarsch.

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Was bedeutet Laser?

Laser ist die Kurzform für: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation.

Das Besondere an Laserlicht ist, dass es nur aus einer speziellen Wellenlänge besteht und kohärent ist, d.h. die Lichtstrahlen sind im Gegensatz zu anderen Lichtquellen (z.B. Sonnenlicht) in einer Richtung konzentriert. Diese Eigenschaften lösen folgende Reaktionen aus:

  • Stimulation der körpereigenen Abwehr
  • Schmerzlinderung durch Ausschüttung körpereigener Stoffe wie Prostaglandine und Endorphine
  • Steigerung der Stoffwechselaktivität und der Regenerationsfähigkeit der Körperzellen durch Auffüllen des „Energietanks“ der Zellen.

Bei der Bestrahlung mit dem Laser, werden zunächst die obersten Zellen (Haut, Schleimhaut) mit Energie versorgt. Wenn der Energietank dieser Zellen aufgefüllt ist,  können sie überschüssige Energie an benachbarte Zellen weitergeben. Hieraus ergibt sich die Wirkung des Lasers auch auf tiefer gelegene Zellen und Organe.

Bei der Behandlung von Oedemen (Wasseransammlung im Gewebe) und anderen Schwellungen macht  man sich die Förderung des Lymphabflusses durch den Laser zunutze. Der Körper kann angesammelte Flüssigkeiten besser abtransportieren und ausscheiden, sodass es zu einer raschen Abschwellung des Gewebes kommt.

Anwendung des Lasers in der Medizin:

Es gibt verschieden Anwendungsbereiche des Lasers, die je nach Situation miteinander kombiniert werden können.

Enttarnung von Tumorzellen. Tumoren können im Organismus wachsen, da sie nicht als für den Körper schädlich erkannt werden. Die Tumorzellen besitzen „Tarnkappen“, sodass sie von der körpereigenen Abwehr nicht angegriffen werden.

Durch die Laserbehandlung (Laserchirurgische Entfernung, Punktion und/oder Bestrahlung), verlieren die Tumorzellen ihre Tarnkappe, die stimulierte Körperabwehr wird aktiv und führt zur Abgrenzung oder Abbau des Tumors.

Chirurgie

Im chirurgischen Bereich wird das Laserlicht wie ein Skalpell zum Schneiden  verwendet. Im Gegensatz zum Skalpell schneidet der Laser viel feiner und genauer, ist dafür aber auch wesentlich zeitaufwendiger. Durch die gleichzeitige Koagulation ist eine blutarme Operation möglich. Ein weiterer Vorteil der Laserchirurgie ist, dass der Wundschmerz viel geringer als bei der herkömmlichen Methode ist. Bei der Tumoroperation kommt als Vorteil die stimulierende Wirkung auf das Immunsystem und die Enttarnung der Tumorzellen hinzu.

Bei schwer erreichbaren Tumoren, die nicht herausgeschnitten werden können,  besteht die Möglichkeit der Laser-Punktion, um das Gewebe einzuschmelzen. Im Anschluss ist eine Nachbehandlung durch Bestrahlung zu empfehlen.

Abtötung von bis zu 99 % aller Bakterien und Viren durch den chirurgischen Laser.

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Lasertherapie – Bestrahlung: = Soft- / Kalt- oder Low Level Laser

  • Förderung der Wundheilung
  • Behandlung von Ekzemen und anderen chronischen Hautentzündungen
  • Schonende Entfernung von Warzen und Hauttumoren durch Selbstheilung
  • Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen
  • Aufbau des Knorpels bei Arthrosen sowie Regeneration der Synovia (Gelenkflüssigkeit/ Gelenkschmiere)
  • Knochenheilung – Aufbau bei Fissuren oder Frakturen
  • Heilung und Regeneration verletzter Bandstrukturen
  • Förderung des Heilungsprozesses nach orthopädischen Operationen
  • „Knickohrbehandlung“ durch Stärkung des Knorpels
  • Behandlung der Hyperplasie des Nickhautknorpels (Umschlagen des dritten Augenlides)
  • Entfernung der Follikel am dritten Augenlid des Hundes (chron. Augenentzündung)
  • Behandlung von Hornhauttrübungen des Auges nach Verletzungen und Katzenschnupfen
  • Reifung von Abszessen
  • Behandlung von Oedemen, Ergüssen und anderen Schwellungen
  • Blutbestrahlung zur Unterstützung des Immunsystems z.B. bei FIP, Katzen-AIDS, Atopie des Hundes oder Blutkrebs
  • Behandlung chronischer Zahnfleischentzündungen bei Hund und Katze
  • Erzeugung von Keimfreiheit im Zahnfach nach Zahnextraktion
  • Abheilung chronischer Analbeutelentzündungen

Laserakupunktur

Die punktuelle Bestrahlung von Akupunkturpunkten mit dem Laser setzt Reize, die der traditionellen Akupunktur mit der Nadel gleich kommt. Vorteil der Laserakupunktur ist hierbei, dass sie absolut schmerzlos ist und eine kürzere Einwirkzeit an den Akupunkturpunkten benötigt, um die gleiche Wirkung wie die Nadelung zu haben. Unsere Haustiere zeigen daher eine große Akzeptanz dieser Behandlung.

Durchführung der Behandlung:

Bei der Bestrahlung wird der Laser wie ein Laserpointer über die zu behandelnden Bezirke geführt. Durch die Laserenergie wird das Energiereservoir der Zellen aufgetankt und das Immunsystem stimuliert. Diese Behandlung ist absolut schmerzfrei, eine leichte Wärme wird vom Patienten gut akzeptiert.

Bei einer Sitzung wird pro zu behandelndem Areal 3 x zwischen 30 und 60 Sekunden bestrahlt. Die Anzahl der nötigen Behandlungen richtet sich nach der Art der Erkrankung. Bei Zahnfleischentzündungen reicht oftmals die einmalige Behandlung, bei der Behandlung von Wunden, Gelenksentzündungen, Schwellungen werden meist 4-6 Behandlungen benötigt. Tumore, Warzen und Verkalkungen der Haut machen oft eine 3 -10malige Behandlung notwendig. Nach orthopädischen Operationen sind, in der Regel, 6-10 Nachbehandlungen erforderlich.

Wichtig ist zu beachten, dass wie in jedem Bereich der Medizin unterschiedliche Individuen unterschiedlich auf die Therapie ansprechen. Während das eine Tier sofort eine Reaktion auf die Behandlung zeigt, erfordert es bei einem anderen Tier mehrere Anwendungen. Etwa 10 % unserer Patienten sprechen auf eine Laserbestrahlung nicht an oder zeigen nach einer anfänglichen Besserung keine nachhaltigen Erfolge.

Für die Anwendung des chirurgischen Lasers wird der Patient in Narkose gelegt, er ist in diesem Zustand schmerz- und empfindungsfrei. Der Schmerz nach der Operation ist aufgrund der entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung des Lasers relativ gering. Je nach Bedarf kann aber eine Schmerztherapie eingeleitet werden.

Beispiel einer erfolgreichen Therapie mit dem RJ Lasergerät

11 Jahre alter Labrador

Der Hund wurde mit diversen Therapien, inkl. Antibiotika, erfolglos vorbehandelt. Im Mai 2010 wurde Methicillin-resistenter Staphylococcus (pseud)intermedius (MRS[P]I) diagnostiziert.  Die Prognose war schlecht. Für zwei Wochen wurde die Behandlung mit dem RJ Lasergerät zweimal wöchentlich durchgeführt und die fast komplette Abheilung erreicht.  Die Haut wurde dicker und das Volumen nahm während der Behandlung permanent zu.

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Bild links – 22.06.2010 – Beginn der Lasertherapie (Kopf), die Wund war infiziert und die Haut nässend und offen.

Bild rechts – 10.07.2010 – Infektionsfrei, verheilte Haut, das Fell begann wieder zu wachsen.

© Fotos Quellennachweis: http://www.rj-laser.com

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Zurück zur Natur

Kräutermedizin für Tiere

Die Wurzeln der Human – und Veterinärmedizin liegen näher beieinander als man auf Anhieb für möglich halten würde. Obwohl die Phytotherapie bei Tieren zu den ältesten Therapieformen zählt und Heilpflanzen seit jeher als «Vieh-Arznei» eingesetzt werden, hat sie noch lange nicht den gleichen Stellenwert wie in der Humanmedizin. Aber das Interesse an pflanzlichen Heilmitteln steigt nicht nur bei Tierheilpraktikern, sondern auch bei Tierärzten und Tierhaltern. Pflanzenarzneien sind auch bei Tieren in der Regel keine Mittel der Akut- oder Notfallmedizin. Sie werden in erster Linie bei scharfen und stumpfen Verletzungen, zur Beeinflussung des Entzündungsgeschehens, bei Stoffwechselerkrankungen (Leber, Niere), Magen-Darm- Erkrankungen, als Immunstimulantien, bei leichten Herz-Kreislauf-Problemen, zur unterstützenden Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege und des Genitalsystems sowie bei rheumatischen und allergischen Erkrankungen eingesetzt. Viele wildlebende Tiere kennen die Apotheke der Natur sehr genau und fressen bei bestimmten Erkrankungen ganz bestimmte Gräser, Blätter, Rinden oder Wurzeln. Auch unsere Hunde und Katzen fressen Gras, um den Speichelfluss oder die Verdauung zu fördern oder um zu erbrechen. Meist ist aber der Mensch bei unseren Haus- und Nutztieren als Therapeut gefragt. Tiere, die von Pflanzen leben, sind am einfachsten zu behandeln.

Bittere Medizin?

Für Alles- und Fleischfresser, Geflügel, Nagetiere, verschiedene Vogelarten, tag- und nachtaktive Tiere, die alle ein unterschiedliches Reaktionsvermögen auf Pharmaka (einschließlich der Phytopharmaka) besitzen und sehr heterogene (uneinheitliche) Erkrankungsformen aufweisen können, gibt es dagegen nur wenige Untersuchungen über Dosisfindungen und mögliche Nebenwirkungen bei der Anwendung von pflanzlichen Arzneimitteln. Während z.B. Hunde auf pflanzliche Arzneimittel ähnlich reagieren wie Menschen, gilt diese Feststellung für Katzen weniger.

Überall dort, wo Pflanzenteile oder Teezubereitungen äußerlich angewendet werden können, ist die Behandlung relativ einfach. Die innerliche Anwendung von Kräuterarzneien oder -tees bei Klein- und Heimtieren scheitert häufig an der geringen Akzeptanz der Tiere gegenüber diesen Zubereitungsformen (z.B. bei Hunden, Katzen).

Heilkräuter für kranke Vierbeiner

Für den Tierbesitzer, der seine Tiere mit Heilkräutern behandeln möchte, drängt sich die Frage auf: Welche Kräuter sind für Tiere geeignet? Die Antwort darauf ist sehr einfach. Alle, die in der Humanmedizin gebraucht werden. Auch die Indikationen sind die gleichen. Das heißt, ein Kraut das beim Menschen die Verdauung fördert, tut dies auch bei den meisten Tieren, eines das schmerzstillend wirkt, lindert den Schmerz auch bei unseren vierbeinigen Freunden usw. Lediglich die verabreichte Menge muss dem Körpergewicht des Tieres angepasst werden. Verständlicherweise braucht es für ein Pferd größere Dosen als für eine Katze oder einen Hund. Aus dem breiten Angebot der Heilkräuter stellen wir hier einige ausgewählte Repräsentanten vor.

Brennnessel

Die große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens), die man fast überall findet, sind beide wertvolle Heil – und Futterpflanzen, die leider aus Unwissenheit allzu oft als Unkräuter abgetan werden. Blätter und Stängel sind dicht mit kleinen Brennharen besetzt, die beim Berühren abbrechen und sich wie kleine Kanülen in die Haut bohren. Die in ihnen enthaltene Ameisensäure verursacht einen leichten Juckreiz und nesselartige Ausschläge, die jedoch bald verschwinden. Mit ihren Wirkstoffen wie Vitaminen, Mineralsalzen und anderen wirksamen Substanzen machen sie alles wieder wett und verdienen sicher unsere Aufmerksamkeit. Unter den Vitaminen überwiegt das Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, und das Vitamin K, das die Blutgerinnung fördert. Spurenweise sind auch die Vitamine B1, B2 und B6 vorhanden. Unter den Mineralstoffen nimmt das Eisen eine wichtige Stellung ein. Es fördert die Bildung der roten Blutkörperchen und steigert den Appetit. Dank des Kaliums hat die Brennnessel auch harntreibende Eigenschaften. Die Veterinärmedizin verwendet als vorbeugende Maßnahme klein gehackte Blätter als Futterzugabe speziell für junge Enten und Küken. Auch größeren Tieren wie Pferden kann man das getrocknete Kraut in den Futtereimer oder über das Heu (Silage) streuen, wobei der frische und gut gewaschene Wurzelstock auch verfüttert werden kann. Generell werden beide Brennnessel-Arten bei Anämie und als blutstillendes Mittel bei Lungen- und Darmblutungen angewendet.

Thymian

Die Heimat des Echten Thymian (Thymus vulgaris) sind die Felsenheiden und immergrünen Buschwäldern des Mittelmeerraumes. Der aromatisch duftende Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler wird bei uns in Kulturen und Gärten gezogen. Der «kleine Bruder» des Echten Thymian ist der ebenfalls heilsame Quendel oder Feldthymian (Thymus serpilum), der hierzulande heimisch ist. Er wird bevorzugt in der Volksheilkunde verwendet. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen beider Arten gehören das ätherische Öl sowie Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, etwas Vitamin C und Flavonoide. Die wohltuende Wirkung des Thymians wird in erster Linie dem ätherischen Öl (Thymol, Carvacrol, Borneol und Pinen) zugeschrieben. Hervorzuheben sind seine antibakteriellen Eigenschaften, insbesondere gegen Eitererreger (Staphylokokken) und die nicht minder gefährlichen Streptokokken. Thymol kann das Wachstum pathogener Pilze stoppen und sogar unerwünschten parasitären Würmern den Garaus machen. Ein Absud aus Thymian fördert die Magen- und Darmsekretion sowie die Darmperistaltik. Thymol unterdrückt auch Gärungsprozesse, beseitigt Blähungen und wirkt sogar krampflösend auf die Bronchialmuskulatur. Zusammenfassend lässt sich sagen: Thymian wirkt desinfizierend, auswurffördernd, harntreibend, appetitanregend und natürlich krampflösend. Er lindert den Hustenreiz und stoppt leichte Durchfälle. Angebracht ist eine vorbeugende oder begleitende Therapie bei Pferden. Zur inneren Anwendung wird das Kraut dem Futter beigemischt oder als Teeaufguss verabreicht. Äußerlich können thymolhaltige Präparate bei Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke angewendet werden. Vorsicht bei der häuslichen Behandlung von Hunden, Katzen und anderen kleineren Tieren. Sie reagieren sehr empfindlich auf zu hohe Dosen des Krautes.

Löwenzahn

Mit seinen leuchtend gelben Blüten übersät der Löwenzahn (Taraxacum officinalis) manche frühlingsgrüne Wiese und Weide. Er ist kein lästiges Unkraut, sondern eine würzige und heilsame Nahrungs- und Futterergänzung für Mensch und Tier. Gesammelt werden die Wurzeln im Herbst, wenn die Blattrosette zu welken beginnt, das Kraut während der Blütezeit und die Blätter ohne Blütenstände im Frühling. Die Wurzeln enthalten Bitterstoffe, fette Öle, Schleimstoffe, organische Säuren, Harzstoffe und Zucker. Die grünen Blätter sind reich an Eisen, Kaliumverbindungen und Phosphaten. In kleineren Mengen sind auch die Vitamine B2 und C sowie Eiweiße vorhanden. In den gelben Blüten wurde der Blütenfarbstoff Xanthophyll, wenig ätherisches Öl und das Provitamin A nachgewiesen. Dank des idealen Zusammenspiels aller Wirkstoffe wird die Sekretion der Magen-/Darmdrüse nach Einnahme der Droge angekurbelt und dadurch die Verdauung gefördert, die Leber wird entgiftet, die Bildung der Gallenflüssigkeit positiv beeinflusst und durch die verbesserte Motorik der Därme wird eine Verstopfung verhindert. Das Mineral Kalium hat einen diuretischen (entwässernden) Effekt und sorgt dafür, dass es nicht zur Ansammlung von Wasser im Körper des Tieres (übrigens auch des Menschen) kommt. Wegen des hohen Vitamin C-Gehaltes werden die Blätter in der Veterinärmedizin auch bei Unterversorgung mit Vitamin C verordnet. Verfüttert wird bevorzugt das frische Kraut, je nach Gesundheitszustand, mit oder ohne Wurzeln, innerlich als Futterzugabe oder in Form eines Teeaufgusses. Es kann Pferden, Hunden, Katzen, aber auch Schweinen und Hühnern vorbeugend oder als Heilmittel verabreicht werden.

Arnika

Kann äußerlich für alle Tiere eingesetzt werden, zum Beispiel bei Prellungen, Quetschungen, Blutergüssen sowie schlecht heilenden Wunden. Inhaltsstoffe der Arnika montana desinfizieren, hemmen Entzündungen und heilen Wunden.

Augentrost

Bei Bindehautentzündung, Augenbrennen, Lichtempfindlichkeit und verklebten Augen nützen Waschungen mit Tee von Augentrost (Euphrasia officinalis). Mehrmals täglich mit einem getränkten Wattebausch die Augen auswaschen.

Gänseblümchen

Kleingeschnittene Gänseblümchenblüten und -blätter werden bei Magenverstimmung und Erkältungskrankheiten dem Futter zugefügt.

Giersch

oder auch Geißfuß (Aegopodium podagraria) hilft nur in frischer Form und ist für alle Tiere geeignet. Die jungen Blätter werden ins Futter geschnitten. Ihre mild nierenanregende Wirkung ist günstig für den Stoffwechsel.

Kerbel

Das Küchenkraut ist auch für Tiere ein guter Vitaminspender. Kerbel ist magenfreundlich und wird, soweit bekannt, von allen Tieren gut vertragen. Wirkungsweise: mild stoffwechselanregend und blutreinigend.

Ringelblume

Frische Wunden sollten nicht mit Arnika, sondern besser mit Ringelblume (Calendula officinalis) oder Kamille behandelt werden.

Eichenrinde

Bei entzündlichen Hautkrankheiten: 1 bis 2 EL der zerkleinerten Rinde der Eiche (Quercus robur) mit 1/2 Liter Wasser 15 Minuten kochen, abkühlen, Umschläge bereiten.

Quelle: A. Vogel‘s Gesundheits-Nachrichten

Die Herbstgrasmilbe – Wissenswertes & Nützliches

Die Herbstgrasmilbe

Die Art Neotrombicula autumnalis kommt in ganz Mitteleuropa vor. Daher ist sie auch in ganz Deutschland anzutreffen.

Aussehen der Milbe

Die Herbstgrasmilbe Neotrombicula autumnalis gehört zur Familie der Laufmilben (Trombiculidae). Wissenschaftlich werden ca. 1500 verschiedene Arten in der Familie der Laufmilben unterschieden, von denen in Deutschland die häufigste Neotrombicula autumnalis (Ernte- oder Herbstgrasmilbe) ist. Wie alle Milben haben sie ein sechsbeiniges Larvalstadium, während die Nymphen und erwachsenen Milben acht Beine haben. Milben allgemein gehören daher zu den Spinnentieren, nicht zu den Insekten. Nur die Larve der Herbstgrasmilbe lebt parasitisch und sticht Tiere und Menschen, nicht die erwachsenen Milben. Die Herbstgrasmilbenlarven sind 0,2 – 0,3 mm lang und rötlich gefärbt.

Auf einer weißen Unterlage sind sie also mit bloßem Auge gerade noch zu erkennen. Sie bewegen sich für ihre geringe Körpergröße außerordentlich schnell. Die erwachsenen Milben sind 1-2 mm groß und nur noch schwach gelblich bis fast durchscheinend gefärbt.

Vorkommen der Herbstgrasmilben

Die Art Neotrombicula autumnalis kommt in ganz Mitteleuropa vor. Daher ist sie auch in ganz Deutschland anzutreffen. Ihr Vorkommen ist allerdings nur auf einige Stellen begrenzt, sozusagen inselartig, häufig in Hausgärten im Stadtrandbereich.

Entwicklungszyklus der Herbstgrasmilbe

Aus den Eiern schlüpfen Larven, die auf einen Wirt überlaufen und sich mit Zellflüssigkeit (nicht mit Blut) vollsaugen.

Finden die Larven keinen geeigneten Wirt, sterben sie nach einigen Wochen ab. Wirte können Mäuse, Wühlmäuse, Kaninchen, Maulwürfe, Vögel, Hunde, Katzen etc. aber auch der Mensch sein. Nachdem sich die Larven vollgesogen haben, fallen sie ab und wandeln sich im Erdboden über ein Ruhestadium zu Nymphen um, die acht Beine haben.

Dabei ist die Weiterentwicklung zu Nymphen aber nicht nach einer „Mahlzeit“ auf jedem der o.g. Wirte möglich.

Wenn eine Herbstgrasmilbenlarve z.B. am Menschen gesogen hat, stirbt sie ab. Der Mensch ist ein sogen. Fehlwirt.

Die Umwandlung von der vollgesogenen Larve zur Nymphe geschieht innerhalb eines Monats. Aus den Nymphen schlüpfen später im Jahr, wiederum nach einem Ruhestadium, die erwachsenen Milbenmännchen und -weibchen.

Die Nymphen und erwachsenen Milben leben im Boden und fressen kleinere Insekten und Insekteneier.

Nach der Befruchtung legen die Milbenweibchen einige hundert Eier in den Boden, aus denen dann wieder neue Larven schlüpfen. Der Zyklus kann dann von neuem beginnen. Es gibt aber nur einen solchen Zyklus im Jahr. Da Larven sowohl im Frühjahr als auch im Sommer/Herbst auftreten, ist noch weitgehend unbekannt, welches Stadium der Herbstgrasmilben überwintert.

Biologie der Herbstgrasmilbenlarven

Die Larven der Herbstgrasmilben suchen bei warmen Wetter auf den Befallsflächen erhöhte Pflanzenteile wie z.B. Grashalme auf, um von dort auf vorbeilaufende Wirte überzugehen. Herbstgrasmilbenlarven sitzen dabei im Allgemeinen nicht höher als 5-20 cm über dem Boden.

Sie laufen auch nicht aktiv zu ihren Wirten, sondern warten bis ein Wirt an ihnen vorbeistreift. Daher ist ein Befall in Wohnungen fast unmöglich. Bei kühlerem Wetter sind sie nicht so aktiv. Auf den Wirten werden immer die gleichen bevorzugten Stellen aufgesucht, wie beim Menschen solche, wo Kleidungsstücke eng anliegen (Gummizüge), oder in Hautfalten. Dies geschieht offenbar sehr schnell.

Die Milbenlarven ritzen dann mit ihren Mundwerkzeugen die obersten Hautschichten an und geben ein Speichelsekret ab, das die darunter liegenden Hautschichten auflöst. Der entstehende Brei aus Speichelsekret und Zellflüssigkeit wird dann wieder aufgesogen und dient den Milben als Nahrung. Die Stichtiefe ist selten so groß, dass Blutgefäße erreicht werden. Den starken Juckreiz verursacht vermutlich das Speichelsekret. Die Saugdauer beim Menschen beträgt ca. 4-8 Stunden, so dass beim Einsetzen des Juckreizes (meist nachts unter Bettwärme) die Milbenlarven bereits wieder abgefallen sind, oder durch Scheuerbewegungen zwischen Kleidung und Körper entfernt worden sind.

Diese Tatsache hat lange Zeit das Erkennen der Ursache für den Juckreiz erschwert, da nie ein Tier gefunden oder beobachtet worden ist, welches den Menschen gestochen hatte. Bei Tieren ist die Saugdauer mit bis zu sechs Tagen erheblich länger. An Haustieren ist der Befall oft erkennbar, da sich hier zahlreiche Milbenlarven an bestimmten Stellen sammeln und nicht wie beim Menschen die Larven einzeln verteilt sitzen. Diese Bereiche sind bei Hund und Katze vor allem die Zwischenzehenbereiche, Ohr- und Nasengegend. Der Befall sieht aus wie eine rötliche Schorfkruste, bestehen aus zahlreichen Milbenlarvenkörpern.

Symptome des Milbenbefalls und Gefahren durch Milbenstiche

In Deutschland scheinen die Herbstgrasmilben keine Krankheitserreger zu übertragen, wie dies in Südasien durch andere Laufmilbenarten der Fall ist. Ganz geklärt ist ihre Bedeutung als Überträger jedoch nicht. Die Stiche der Milbenlarven beim Menschen beginnen ca. 4-36 Stunden später zu jucken. Es bilden sich rötliche Papeln, die in rötliche Flecken übergehend nach drei bis sieben Tagen im Allgemeinen wieder verschwinden.

Der Juckreiz hält über mehrere Tage an und verstärkt sich unter Bettwärme. Oft werden die Stichstellen aufgekratzt, was zu Sekundärinfektionen und Entzündungen führen kann, die dann wesentlich länger andauern. Die Empfindlichkeit und Reaktionen auf Stiche sind sehr unterschiedlich. Es können nach mehrmaligem Befall sowohl allergische Reaktionen als auch Gewöhnungseffekte auftreten.

Bei Kleinkindern wird oft auch der Kopfbereich befallen. Hier können sich durch Kratzen dann Schorfkrusten bilden, die für die Betroffenen sehr unangenehm sind.

Behandlung der Stiche und Vorbeugemaßnahmen

Bei Haustieren mit Verdacht auf Herbstgrasmilbenbefall sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Die Behandlung ist im Allgemeinen erfolgreich, wobei ein Neubefall oft nicht zu verhindern ist, wenn die Tiere kurze Zeit später die Befallsflächen wieder betreten.

Beim Menschen muss die Behandlung anders erfolgen, da hier in der Regel keine lebenden Milbenlarven mehr zu finden sind, diese also nicht mehr abgetötet werden müssen. Eine Behandlung mit Akariziden ist daher beim Menschen mit Herbstgrasmilbenstichen nicht erforderlich. Es können Antihistaminika gegeben werden, die den Juckreiz lindern und dadurch auch direkt ein Aufkratzen der Stiche verhindern. Erfolg verspricht auch das Einreiben mit 70% igem Alkohol. Nach wenigen Sekunden verschwindet der Juckreiz. Die Wirkung hält mehrerer Stunden an. Als Abschreckungsmittel können handelsübliche Mückenrepellents (Autan) verwendet werden. Je nach Empfindlichkeit wirkt das eine oder andere Mittel besser. Hier hilft nur Ausprobieren.

Es sollten Arme und Beine eingerieben oder besprüht, und eventuell zusätzlich ein Kleidungsrepellent benutzt werden, welches auf die Hosenbeine gesprüht wird. Die Milben sind jedoch weniger empfindlich als Stechmücken, so dass die Schutzdauer geringer sein kann. Für die Daueranwendung sollten Repellents allerdings nicht genutzt werden.

Einen Schutz durch Kleidung zu erreichen, scheint bei der Gartenarbeit kaum möglich. Gummistiefel und darin verstaute Hosen helfen nur wenig. Aufgrund ihrer geringen Größe laufen sie durch alle denkbaren Kleidungslücken bis zur Haut hindurch. Dies geschieht so schnell, dass auch sofortiges Duschen nach der Gartenarbeit einen Befall nicht vollständig verhindern kann. Da sich die Milbenlarven bevorzugt an Stellen mit eng anliegender Kleidung festsetzen, ist der Hinweis interessant, dass nackt im Garten spielende Kleinkinder fast nicht gestochen worden sind. Das umgekehrte Verhalten, möglichst luftige Kleidung anzuziehen, wurde daher auch oft empfohlen.

Bei nicht allzu starkem Befall kann man auch von der Tatsache Gebrauch machen, dass die Milbenlarven in den frühen Morgenstunden recht inaktiv sind, und dann beispielsweise seinen Garten für die Erledigung der Gartenarbeit aufsuchen. Völlige Sicherheit wird dadurch allerdings nicht geboten.

Bekämpfung der Milben

Bislang gibt es weder chemische Bekämpfungsmittel die nur gegen Herbstgrasmilben wirken und somit ökologisch verträglich sind, noch ist mit chemischen Mitteln eine erfolgreiche Milbenbekämpfung gelungen.

Die Befallsflächen sind in der Regel aber auch zu umfangreich, um an einen sinnvollen Einsatz von chemischen Präparaten denken zu können. Neben der Meidung von Befallsflächen und der Anwendung von Repellents, gibt es derzeit keine Möglichkeit der Bekämpfung von Herbstgrasmilben.

Quelle: Rhein-Erft-Kreis

Schülerpraktikum bei den Mobi-Dogs-Duisburg. Eine interessante Erfahrung und jede Menge Spaß.

Zwei Tage unterwegs mit den Mobi-Dogs-Duisburg, für Sara aus Duisburg ging dieser Wunsch in Erfüllung.

Neben der praktischen Tätigkeit am „lebenden Objekt“, gab es jede Menge Theorie und Interessantes rund um das Thema Hundegesundheit zu erfahren.

Auch einen kurzen Einblick in die organisatorischen Abläufe meiner mobilen Praxis für Tierphysiotherapie/-osteopathie konnte Sara gewinnen. Neben der eigentlichen Therapie ist die Organisation des „Tagesgeschäftes“ meiner mobilen Praxis genau so wichtig und nimmt dementsprechend auch einiges an Zeit in Anspruch.

Ich hoffe Sara hat unsere gemeinsame Zeit genau so gut gefallen wie mir. Ich würde mich sehr freuen Sara eines Tages als Kollegin begrüßen zu dürfen.

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Praxis-Seminar „Vital-Massage für den Hund“ am 08.02.2014 im Turnverein Kaldenhausen 05 e.V. – Am Westrich 27 – 47239 Duisburg

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Was verstehe ich unter einer Vital-Massage?

Die Vital-Massage verbindet Elemente von passiver Bewegung, manueller Therapie, Massage und Atem- / Aromatherapie. Die Beweglichkeit der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder wird nachhaltig verbessert. Verspannungen, Verklebungen und Verhärtungen werden gelöst, ebenfalls wird der Stoffwechsel angeregt. Gleichzeitig stärkt eine Vital-Massage die Bindung zwischen Mensch und Hund.

Mein Seminar wendet sich an interessierte Hundebesitzer mit und ohne medizinische Vorkenntnisse. Wir erarbeiten gemeinsam Theorie und Praxis der Vital-Massage am Hund. Hat ihr Hund gesundheitliche Probleme, stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Folgende Themen werden ausführlich vorgestellt und praktisch vertieft:

– Anatomie des Hundes
– Erkennen von Schmerzen beim Hund
– Nützliche Massagetechniken
– Medizinische Wickel

und vieles mehr…

In der ca. 30min. Pause können alle Teilnehmer (Hund + Halter) in unmittelbarer Nähe, an Feld und Wald, frische Luft schnappen, neue Energie tanken und sich stärken.

Mein Praxis-Seminar kostet 40€ / Mensch-Hund-Team, inkl. ausführlichem Skript, Heißgetränke + Snacks. Wir starten um 10:00 und enden gegen 14:00.

Anmeldungen bitte bis spätestens 04.02.2014.

KONTAKT:

Mobi-Dogs-Duisburg

Inh. Dagmar Schürmann

Telefon:          02151 / 57 96 58

Mobil:              0176 / 522 799 83

Email:             schuermann.dagmar@gmx.de

http://www.mobi-dogs-duisburg.com